Montag, 10. Dezember 2018
Notruf: 122

1930er JAHRE

Im April 1936 wurde das Theaterstück „der G‘wissenswurrm“ zur Aufführung gebracht. Auch finanziell konnte wieder eine größere Summe für Anschaffungen eingespielt werden. Den Ausgaben von 121,68 Schilling standen Einnahmen von 222,80 gegenüber. Auch im organisatorischen Bereich gab es 1936 wieder eine Neuerung. Der Wirkungsbereich der FF Neukirchen am Walde wurde in 1. Plicht-, 2. Dienst- und 3. Rufbereich eingeteilt. In den Pflichtbereich gehörten die Ortschaften im Umkreis einer Stunde. Die Struktur der Freiwilligen Feuerwehr kurz vor Eingliederung in die „Deutsche Feuerpolizei“ im Jahre 1937:

„... die Wehr hat 2 Löschzüge und 1 Rettungsabteilung.
Die Feuerwehr besteht aus 6 Wehrausschußmitgliedern, 28 tätigen, 9 altgedienten Mitgliedern und 2 Rettungsmännern.


An Geräten besitzt die Wehr:

1 Tragbare, 3 Haken- und 2 Dachleitern, 1 Motor-, 2 Handkraft, 1 Handspritze, 300 m Schlauch, 2 Paar Kupplungen, 6 Paar Gewinde.

 

vorne von links: Maria Berghamer, Franz Wohlfahrt, Alois Fuchsberger, Resi Renauer, Josef Schasching stehend von links: Franz Schachner, Johann Polz, Johann Leier, „Seppen Nani“ Wolfschlickner, Berta Schasching, Leopold Stutz, Ritti Weidinger, Hans Lang

Die Reparaturbedürftigkeit des Wasserreservoirs im Schulgarten wird der Communeverwaltung bekannt gegeben. Welche erwidert, dass dieses erst wieder von der Kommune aufgefüllt werden kann, wenn in den beiden Teichen wieder genug Wasser zur Verfügung sei. Man beschloß in diesem Jahr auch eine Mannschaftskasse mit dem Kassier Anton Bayer einzuführen. Als eine Einnahmequelle veranstaltete man am 15. August 1937 ein Gartenfest. Dabei spielte die Ortsmusik und als Tanzmusik spielten die Kameraden Humberger, Luger und Schwarz. Die Leitung der Schießbude oblag Gottfried Osterkorn und Leopold Stutz, die Leitung des Würfelspiels dem Kameraden Leopold Huber und die Tanzleitung lag in den Händen der Kameraden Berndorfer und Bauer. Den Eintritt von 20 Groschen kassierten Bayer, Bogner jun., Hackl und Polz.


Als der Schriftführer Dr. Fritz Stoiber sein Amt mit den Worten „Nun lege ich meine Feder hin und sage der Feuerwehr adieu!“ niederlegte, resümierte er über das abgelaufene Jahr 1937. Er stellte dabei unter anderem einen Mitgliederstand von 6 Wehrausschußmitgliedern, 30 aktiven und 9 altgedienten Mitgliedern fest.

Die sogenannte „Schwöll“ am Südhang vor dem Markte gelegen erfüllte mehrere Aufgaben. Es war der öffentliche Waschplatz der Kommune, diente der Feuerwehr neben den Teichen und des Reservoirs im Schulgarten als Wasserreservoir und war natürlich auch für die Kinder als Badeplatz.

 


Dankend zur Verfügung gestellt von:

Thomas G. E. E. Scheuringer

Neukirchner Heimatblätter, Jahrgang 11, Nummer 15, Juni 2008
Herausgeber:
Kultur & Kunst Neukirchen am Walde/Eschenau
Verein für Kultur, Kunst und Heimatpflege
im O.Ö. Volksbildungswerk
A-4724 Neukirchen am Walde, Postfach 1